Die Kinder von Idomeni – Malereien von Kindern auf der Flucht

Ausstellung der Gruppe Rigadu

„Malereien von Kindern auf der Flucht“
    Ausstellung, Soliparty und Vorträge

Durch die Grenzschließung entlang der Balkanroute, saßen viele Flüchtende an der griechisch-mazedonischen Grenze fest und konnten nicht weiter reisen. Dadurch entstand innerhalb weniger Tage das größte Refugee Camp Europas mit zeitweise um die 13 000 Menschen, die in menschenunwürdigen Bedingungen lebten. Über 40 Prozent der Festsitzenden waren Kinder. Kinder, die noch so jung sind, dass sie ihr Leben allein aus Krieg und Fluchterfahrung besteht. Kinder, die gerade keine Möglichkeit haben zur Schule zu gehen, die sich jeden Tag stundenlang anstellen müssen, um etwas zu Essen zu bekommen.
Die selbstorganisierte Gruppe „Rigardu“ baute Mitte März in Idomeni ein großes Zelt auf, in dem die Flüchtendenkinder einfach Kind sein durften. In dem Zelt wurde gespielt, Englisch Unterricht gegebgen und vor allem viel gemalt. Die Bilder, die dort entstanden sind, werden vom 13. bis zum 20. Juli 2016 jeweils von 14-19 Uhr in der Werkhütte ausgestellt.

Die Austellung wird am 13. Juli eröffnet mit einer Soliparty für die Gruppe Rigardu, damit sie im Sommer das nächste Projekt finanzieren kann. Im Laufe der Woche werden verschiedene Veranstaltungen stattfinden rund um das Thema Flucht und Asyl.


13.07., ab 19 Uhr

Ausstellungseröffnung mit Soli Party

15.07., ab 22 Uhr

Antifaschistisches Sommerfest

16.07., 17 Uhr

Ein externer Referent kommt aus Bremen angereist, um uns über seine Erfahrungen mit „Signal of Solidarity (SoS)“ und „Are you syrious?“ zu berichten. „SoS“ ist eine Gruppe aus Bremen, die nun schon mehrmals an den Brennpunkten von Flüchtenden unterwegs waren um humanitäre Hilfe zu leisten. Die kroatische NGO „Are you syrious?“ erstellt jeden Tag einen Newticker über die aktuellen Ereignisse an den Brennpunkten und ist damit zu einer der wichtigsten Informationsquellen für Freiwillige in ganz Europa geworden.

18.07., 18 Uhr

Die Gruppe „Rigardu“ erzählt über das Kinderzelt in Idomeni, in dem die Bilder der Ausstellung entstanden sind. Mehrere Wochen lebten sie mit den Flüchtenden zusammen, haben mit ihnen zusammen Schlamm und Sturm erlebt, bei jedem Gerücht mitgezittert und mussten Ende Mai dabei zusehen, wie ihre Freunde in Militärcamps gebracht werden. Von ihren Erfahrungen und Eindrücken vom Leben in der Zeltstadt am Stacheldrahtzaun werden sie berichten.

20.07. , 19 Uhr

Diskussionsabend: „Wie kann ich aktiv werden?“
Zusammen mit „Grenzenlos Kochen Hannover“ werden wir die aktuelle Situation auf dem Balkan und anderen Brennpunkten darstellen. Was für Möglichkeiten gibt es momentan für die Menschen auf der Flucht? Welche Hilfe ist sinnvoll? Wir stellen Möglichkeiten dar, wie man selber aktiv werden kann und wie man von Deutschland aus, unterstützen kann.